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Checkliste zum Studienstart: Was musst du als Ersti beachten?

Theresa Müller am 18.01.2020
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Checkliste zum Studienstart: Was musst du als Ersti beachten?
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Inhalt:
  1. Was muss vor dem Studienstart erledigt werden?  
    1. 1. Wohnung suchen
    2. 2. Beim Studierendenwerk informieren  
    3. 3. Vorkurse besuchen
    4. 4. Das Informationsangebot der Hochschule nutzen
    5. 5. Den Stundenplan erstellen
  2. Was musst du beim Studienstart beachten?
    1. 1. An der Ersti-Woche teilnehmen
    2. 2. Alle Vorlesungen besuchen
    3. 3. Lern- und Hausaufgabengruppen bilden
    4. 4. Dein Studium planen
    5. 5. Hochschulsport und Freizeitangebote nutzen

Wenn du dein Studium startest, wartet sehr viel Unbekanntes auf dich: Fremde Stadt, fremde Leute, fremde Universität. Da fällt es am Anfang schon einmal schwer, den Überblick zu behalten. Was muss ich als Studienanfänger beachten? Wie finde ich mich an der Uni zurecht? Wer hilft mir bei Problemen und Fragen? Mit folgender Checkliste gelingt dein erstes Semester auf jeden Fall!

Was muss vor dem Studienstart erledigt werden?  

1. Wohnung suchen

Viele verlassen nach dem Abitur ihr Elternhaus und ziehen für ihr Studium in eine andere Stadt. Gerade in den Großstädten ist allerdings der Wohnraum knapp. Sobald du also die Bestätigung für einen Studienplatz hast, solltest du mit der Wohnungssuche beginnen. Gerade Wohnungen und WG-Zimmer nahe der Universität sind oft heiß begehrt.

2. Beim Studierendenwerk informieren  

Das Studierendenwerk unterstützt die Studierenden bei allem, was sie außerhalb der Uni brauchen. Du möchtest wissen, was es für Kinderbetreuungsangebote gibt, oder möchtest in Bezug auf Studienfinanzierung beraten werden? Dann bist du hier an der richtigen Adresse. Manchmal vermieten Studierendenwerke auch Zimmer in Studenten-Wohnanlagen. Das ist oft eine gute Gelegenheit, sich einen günstigen Schlafplatz zu sichern.

3. Vorkurse besuchen

Viele Universitäten bieten vor dem offiziellen Studienstart sogenannte Vorkurse an. Diese sollen die Erstis auf die Anforderungen an der Uni vorbereiten. Eine Note gibt es für diese Kurse nicht. Sie dauern in der Regel ein bis zwei Wochen.

Ob sich die Kurse inhaltlich für dich lohnen, hängt davon ab, wie viele Kenntnisse du bereits mitbringst. Auf jeden Fall sind diese Vorkurse geeignet, um neue Leute zu treffen, den Campus kennenzulernen und sich mit dem Vorlesungsbetrieb vertraut zu machen.

4. Das Informationsangebot der Hochschule nutzen

Auf der Webseite, in Flyern oder manchmal sogar in einer Uni-App findest du viele wertvolle Informationen, die dir den Start in das Hochschulleben erleichtern. Lies dir diese am besten vor deinem ersten Tag durch, dann klären sich manche Dinge schon vorab – wie zum Beispiel der Geländeplan oder die Öffnungszeiten der Mensa.

5. Den Stundenplan erstellen

In der Schule war es ganz einfach: Das neue Schuljahr startete und du hast am ersten Tag deinen neuen Stundenplan erhalten. Das ist an vielen Hochschulen anders. Du bist selbst dafür verantwortlich, den Plan zu erstellen und dich für Kurse anzumelden.

Oft passiert dies online bereits vor dem Start des Semesters. Achte deswegen auf die Informationen, die dir die Uni zuschickt, zum Beispiel per Mail. Gibt es E-Portale und Hochschul-Management-Systeme, mach dich frühzeitig mit ihnen vertraut. Denn: Manchmal ist die Teilnehmeranzahl von Kursen begrenzt. Wer sich zu spät anmeldet, erhält keinen Platz mehr.  

Wenn du Hilfe bei der Erstellung des Stundenplans benötigst, wende dich an deine Hochschule. Auch ältere Kommilitonen wissen oft mehr und können Anfangsschwierigkeiten aus der Welt schaffen. Falls du noch niemanden kennst, kannst auch in den sozialen Netzwerken Hilfe finden. Oft gibt es zum Beispiel Facebook-Gruppen der jeweiligen Unis.  

Was musst du beim Studienstart beachten?

1. An der Ersti-Woche teilnehmen

Wo ist die Bibliothek? Wie erhalte ich mein Semesterticket? Was steht in der Studien- und Prüfungsordnung? Das sind organisatorische Fragen, mit denen du dich spätestens am ersten Tag in der Hochschule auseinandersetzen musst. Oft findest du, wie erwähnt, Informationen auf der Webseite der Hochschule. Fragen kannst du da allerdings meist nicht klären.

Deswegen bieten viele Universitäten eine sogenannte Ersti- oder Orientierungswoche an, in denen du auf alle Fragen eine Antwort bekommst. Du solltest diese Woche also auf jeden Fall wahrnehmen! Oft organisieren andere Studierende diese Auftaktveranstaltungen. Du kannst also unbefangen alle Fragen stellen und erhältst vielleicht auch „Insider“-Informationen. Zum Beispiel, welches das beste Fitnessstudio der Stadt ist.

Außerdem ist dies die perfekte Möglichkeit, gleich zu Beginn des Studiums deine neuen Kommilitonen kennenzulernen. Oft hat die Ersti-Woche auch einiges an Spaß zu bieten. Neben den ganzen organisatorischen Punkten stehen nicht selten gemeinsame Ausflüge, eine Stadtrallye oder ein Kneipen-Hopping auf dem Programm.

2. Alle Vorlesungen besuchen

Meistens besteht im Studium keine Anwesenheitspflicht. Das bedeutet: Du musst nicht unbedingt zu allen Vorlesungen hingehen, zu denen du dich angemeldet hast. Aber gerade am Anfang ist es sinnvoll, wenn du alle Veranstaltungen besucht. Mach dir bei den Vorlesungen Notizen. Das hilft dir später beim Lernen für die Klausuren.

Nach ein paar Wochen kannst du einschätzen, welche Vorlesungen sich lohnen und wo es besser ist, die Zeit anders zu investieren. Wichtig ist nicht, dass du soviel Zeit wie möglich in Vorlesungen sitzt, sondern das du den Stoff verstehst und lernst. Das geht auch anders – zum Beispiel durch Lesen der Fachliteratur in der Bibliothek.

3. Lern- und Hausaufgabengruppen bilden

Gemeinsam ist man stark! Das gilt auch im Studium. Such dir schon zu Beginn deines Studiums Gleichgesinnte, mit denen du gemeinsam lernst oder Hausaufgaben bearbeitest. Das ist sinnvoll, denn ihr könnt euch den Stoff gegenseitig erklären, Mitschriften austauschen und den Lernstoff aufteilen. Wenn du stets alleine lernst, wird der Arbeitsaufwand vermutlich höher sein.

Eine weitere Möglichkeit, den Stoff zu vertiefen, ist der Besuch eines Tutoriums. Das ist eine unterstützende Veranstaltung zu den Vorlesungen, die den dort besprochenen Stoff noch einmal vertieft. Ein Tutorium ist meistens keine Pflicht, aber eine gute Möglichkeit, mit Kommilitonen die Vorlesungsinhalte nachzuarbeiten. Der Tutor, oft ein Student aus einem höheren Semester, hilft bei Problemen und beantwortet Fragen.

4. Dein Studium planen

Ein großer Fehler ist, wenn du nur von heute bis morgen denkst und dir gar keine Gedanken um den Verlauf deines Studiums machst. Wenn du zum Beispiel einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum einplanst, dann musst du dich darum frühzeitig kümmern. Auch Prüfungen muss man meist einige Zeit im Voraus anmelden. Erkundige dich frühzeitig bei der Studienberatung oder bei älteren Kommilitonen, damit du keine Fristen verpasst. Ein Tipp: Nehme dir für ein Semester nicht zu viel vor und plane Phasen zum Lernen großzügig ein. Ansonsten stresst dich dein Studium hinterher unnötig viel.

5. Hochschulsport und Freizeitangebote nutzen

Natürlich sollst du im Studium nicht nur lernen, sondern auch Spaß haben! Dafür lohnt vor allem ein Blick auf das Sportangebot deiner Uni. Denn das ist in der Regel riesig, sodass jeder fündig wird. Egal ob American Football oder Bauchtanz – probiere so viel wie möglich aus.

Der Hochschulsport ist auch eine weitere gute Möglichkeit, um neue Leute mit gleichen Interessen kennenzulernen. Außerdem genießt du durch deinen Studentenstatus viele Vergünstigungen in der Stadt, zum Beispiel beim Eintritt ins Kino oder ins Freibad.

Du merkst, am Anfang des Studiums kommt viel Neues auf einen zu. Das kann einem schon einmal etwas Angst machen. Aber keine Sorge, du bist nicht allein. Vielen geht es wie dir und sie sind zum ersten Mal an der Uni. Es ist nicht schlimm, wenn du nicht sofort alles weißt und alles verstehst. Wichtig ist, dass du dir Hilfe suchst, wenn etwas unklar ist. Trau dich offen zu sein und viele Leute anzusprechen! So werden die Startschwierigkeiten schnell behoben, du findest neue Freunde und dein Studium wird garantiert zu einer schönen Zeit.