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10 Tipps zum Einrichten Ihrer Studentenbude: Kleine Zimmer optimal nutzen

Anastasia Johlen am 30.11.2021
ca. 1648 Worte
ungefähre Lesezeit 5 Minuten 59 Sekunden
10 Tipps zum Einrichten Ihrer Studentenbude: Kleine Zimmer optimal nutzen
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Inhalt:
  1. Was ist eine Studentenbude?
    1. Wie finden Sie eine Studentenbude?
    2. Kosten für eine Studentenbude in Unistädten
  2. Was brauchen Sie in Ihrer Studentenbude wirklich?
  3. Tipp 1: Auf kleinem Raum nur Basics
  4. Tipp 2: Kleine Räume optisch vergrößern
    1. Tipp 3: Gemütliches Bett statt Schlafsofa
    2. Tipp 4: Kaufen Sie sich einen Schreibtisch
  5. Tipp 5: Gebrauchte Möbel schonen den Geldbeutel
    1. Anlaufstellen für gebrauchte Möbel
  6. Tipp 6: Vermeintliche Problemzonen clever nutzen
  7. Tipp 7: Dekoration für die persönliche Note
  8. Tipp 8: Ordnung lässt Zimmer größer wirken
  9. Tipp 9: Kombinieren Sie verschiedene Stile
  10. Tipp 10: Kleidung passend unterbringen

Während der Studienzeit ziehen viele junge Menschen in eine Unistadt und in die ersten eigenen vier Wände. Auf eigenen Beinen stehen, unabhängig von den Eltern sein und in eine andere Stadt ziehen: kling doch fantastisch! Doch oftmals sieht die Realität anders aus: Wohnraum in Unistädten ist Mangelware. Auf ein freies Zimmer bewerben sich zig Studierende, da sind die Chancen eher gering eine Zusage zu bekommen oder Anforderungen zu stellen. Also heißt es: nehmen was man kriegen kann ohne hohe Ansprüche. Oftmals zahlen Studierende für nur wenige Quadratmeter mehrere hundert Euro. Wie können Sie in so einer kleinen Wohnung leben und den Raum optimal nutzen? Und was geht vielleicht nicht so ins Geld?

Was ist eine Studentenbude?

Als Bude wird eine kleine Wohnung oder ein kleiner Laden bezeichnet. Mit dem Begriff Studentenbude ist also meist eine eher kleine Wohnung gemeint. Dabei kann die Studentenbude im Wohnheim oder zur Untermiete in einem Haus sein. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit in einer Wohngemeinschaft ein WG-Zimmer zu mieten, dort werden Sie dann mit anderen Studierenden in einer Wohnung leben und ein Zimmer für sich haben.

Wie finden Sie eine Studentenbude?

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten wie Sie eine Studentenbude finden. Oftmals sind Studentenbuden im Vergleich zu einem WG-Zimmer günstiger und deshalb eine beliebte Alternativ. Aufgrund der hohen Nachfrage ist es jedoch nicht so einfach, einen Platz in einem Studentenwohnheim zu bekommen.
Studentenbude finden

•    übers Studentenwerk,
•    das schwarze Brett in der Uni,
•    im Internet,
•    in Zeitungen,
•    über Uni-Netzwerk und Mitstudierende.

Kosten für eine Studentenbude in Unistädten

Weniger Wohnraum und explodierende Mietpreise sind leider bittere Realität: in den letzten zehn Jahren sind die Mieten bei Neuvermietung in Unistädten um bis zu 70 Prozent gestiegen. Besonders größere Universitätsstädte haben einen enormen Preissprung gemacht. Vor allem in München ist Wohnraum kaum noch zahlbar. Für eine Studentenbude in München müssen Sie sich auf einen Mietpreis von etwa 19 Euro pro Quadratmeter einstellen.

Was brauchen Sie in Ihrer Studentenbude wirklich?

Umso kleiner die Wohnfläche, desto weniger sollten Sie aus dem Elternhaus mitnehmen. Reduzieren Sie das Mobiliar auf das Nötigste. Aber, was brauchen Sie in Ihrer Studentenbude wirklich?
Unverzichtbar für einen Studierenden sind wohl Schreibtisch und Bett – multifunktionale Möbel sind bei kleinen Studentenzimmern ein Muss. Wenn Sie ausreichend Platz haben, können Sie das Mobiliar dementsprechend erweitern, doch grundsätzlich sollten Sie bei kleinen Wohnungen oder Zimmern die Ausstattung auf ein Minimum begrenzen.

Der Vorteil bei einem WG-Zimmer ist, dass Sie sich nur Gedanken um Ihr eigenes Zimmer machen müssen, das restliche Mobiliar in Wohnzimmer und Küche wird gemeinschaftlich geteilt und ist meistens vorhanden. Haben Sie das Glück in einer geräumigen Wohnung als Studierender zu leben, müssen Sie nicht alle Tipps beherzigen. Da es sich bei Studentenbuden aber eher um kleinere Wohnungen handelt, werden sich die Tipps auf diesen Bereich konzentrieren. Wie holen Sie das Beste aus einer kleinen Wohnung oder einem kleinem Zimmer raus?

Tipp 1: Auf kleinem Raum nur Basics

Besonders wenn Sie eine kleine Bude haben, sollten Sie sich auf die Basics beschränken. Ein eigenes Sofa im Zimmerchen des Studentenwohnheims oder WG-Zimmer ist nicht notwendig, wenn Sie ein Gemeinschaftssofa im Wohnzimmer haben.

Vorrang hat erstmal die Grundausstattung an Möbeln. Stellen Sie sich bei jedem Möbelstück die Frage: Brauche ich das wirklich?

Notwenige Möbel für ein Studentenzimmer:

  • Schreibtisch
  • Bett
  • Kleiderschrank

Tipp 2: Kleine Räume optisch vergrößern

Sie können Ihr Zimmer oder ihre kleine Wohnung optisch vergrößern. Natürlich ändert das nichts an der Wohn- und Nutzfläche, aber es wirkt optisch alles wesentlich geräumiger. Dafür sollten Sie Decke und Wände mit hellen Farben streichen. Helle Farbtöne erzeugen eine optische Täuschung und lassen das Zimmer weiter wirken. Welche Farbe es wird, bleibt Ihnen überlassen: Vom klassischen weiß, über ein helles grün bis hin zu einem warmen Creme haben Sie eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Als Faustregel gilt: je kleiner der Raum, desto heller die Wandfarbe. Hierbei sollten Sie sich auf eine einfarbige Fläche konzentrieren, Muster und abgesetzte Flächen eignen sich für kleine Räume nicht unbedingt. Wilde Muster und Mustertapeten sind tabu, denn die haben den entgegengesetzten Effekt und lassen Räume kleiner wirken. Hingegen können Spiegel und Wandbilder den Effekt der Raumvergrößerung verstärken.

Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Vermieter inwieweit Sie die Wände streichen und ändern dürfen. Ohne Rücksprache sollten Sie die Wandfarbe nicht verändern.

Tipp 3: Gemütliches Bett statt Schlafsofa

Schlafsofa statt großes Bett: Klingt im ersten Moment doch ziemlich praktisch. Oder? Natürlich könnten Sie mit einem Schlafsofa Platz sparen, trotzdem sollten Sie lieber zu einem richtigen Bett greifen. Auf Dauer kann ein Schlafsofa eine komfortable Matratze nicht ersetzt. Die Bettfunktion ist bei den meisten Schlafsofas eher schlecht und langfristig wird sich das negativ auf Ihre Schlafqualität auswirken.

Tun Sie sich und Ihrem Rücken einen Gefallen und entscheiden Sie sich für ein Bett. Sehr platzsparend sind natürlich Hochbetten, oben wird geschlafen und unten kann zum Beispiel Ihr Arbeitsplatz entstehen. Es gibt mittlerweile auch tolle Modelle für Erwachsene.

Möchten Sie für Besuch einen Sitzplatz in Ihrem Zimmer haben, können Sie mit wenigen Handgriffen Ihr Bett zu einer gemütlichen Sitzecke verwandeln. Eine Tagesdecke und ein paar Kissen verwandeln Ihren Schlafplatz in einen einladenden Sitzplatz für gemütliche Abende mit Freunden und Besuchern.

Tipp 4: Kaufen Sie sich einen Schreibtisch

In Ihrer Studentenbude brauchen Sie einen Arbeitsplatz, an dem Sie ungestört arbeiten und lernen können. Besorgen Sie sich einen Schreibtisch, der Ihnen genug Platz für Laptop, Uni-Unterlagen und Bücher bietet. Wenn möglich sollte der Schreibtisch in Ihrem Zimmer an einem Fenster stehen, dadurch bekommen Sie während des Arbeitens genügend Tageslicht.

Vielleicht denken Sie jetzt, dass Sie keinen Schreibtisch brauchen und dieser doch nur unnötig Platz wegnimmt. Doch einen Schreibtisch sollten Sie als Student unbedingt haben, dieser ist für das Lernen und Studieren unerlässlich und kann nicht einfach durch ein Bett oder dem Esstisch in der Gemeinschaftsküche ersetz werden. Sie brauchen einen ruhigen Rückzugsort, an dem Sie ordentlich arbeiten und lernen können.

Auf Dauer würden Sie das Sitzen an einem Schreibtisch wirklich vermissen und sich über Ihre Entscheidung ärgern. Außerdem gibt es sehr platzsparende Möglichkeiten einen Schreibtisch in Ihr Zimmer zu integrieren.

Tipp 5: Gebrauchte Möbel schonen den Geldbeutel

Die Einrichtung eines Zimmers kann ganz schön ins Geld gehen und besonders als Studierender ist das Budget begrenzt. Falls Sie die Möbel von Zuhause nicht mitnehmen können oder möchten, sollten Sie schauen, ob Sie die Möbel gebraucht kaufen können. Insbesondere in Großstädten ist der Pool an gebrauchten Möbeln wirklich groß. Vielleicht haben Sie ja Glück und finden das passende Möbelstück für wenig Geld.

Sie können gebrauchte Möbel online oder vor Ort finden. Erkundigen Sie sich auch bei Freunden oder Bekannten, vielleicht kennen sie jemanden, der das passende Möbelstück verkauft.

Anlaufstellen für gebrauchte Möbel

  • Ebay Kleinanzeigen
  • Vinted
  • Lokale Flohmärkte
  • Soziales Kaufhaus
  • Weitere Apps und online Händler
  • Haushaltsauflösungen
  • Sperrgut

Tipp 6: Vermeintliche Problemzonen clever nutzen

Haben Sie ein enges und verwinkeltes Zimmer, vielleicht sogar im Dachgeschoss? Dann sollten Sie die Winkel und Ecken positiv sehen und für die Einrichtung nutzen. Integrieren Sie die vermeintlichen Problemzonen clever in Ihr Wohnkonzept.

Kleine Nischen und Ecken können hervorragend als Platz für ein kleines Bücherregal oder eine Kommode genutzt werden. Holen Sie sich Inspiration für kleine Räume und suchen Sie gezielt nach Konzepten für Wohnen auf engstem Raum. Nutzen Sie jeden möglichen Stauraum, den Ihr Zimmer hergibt.

Tipp 7: Dekoration für die persönliche Note

Dekoration ist natürlich nicht zwingend nötig und hat nicht die höchste Priorität, aber Deko verleiht Ihrer Studentenbude Persönlichkeit. Für den richtigen Wohlfühlfaktor ist die passende Dekoration wichtig, deshalb dürfen Sie auch ruhig Ihre Studentenbude mit Accessoires nach Ihrem Geschmack ausstatten. Versuchen Sie hierbei Dekoration zu wählen, die nicht so viel Wohnfläche benötigt.

Textilien wie Kissen, Teppiche oder eine Tagesdecke schenken Ihrem kleinen Zimmerchen die richtige Portion an Gemütlichkeit, genauso wie indirekte Beleuchtung. Lichterketten, Standleuchten, Kerzen oder Tischleuchten bringen eine gemütliche Atmosphäre in Räume. Auch Zimmerpflanzen machen einen Raum viel wohnlicher. Sie haben keinen grünen Daumen? Dann greifen Sie auf Pflanzen mit wenig Pflegeaufwand zurück, wie Sukkulenten oder Kakteen.

Tipp 8: Ordnung lässt Zimmer größer wirken

Wichtig für ein wohnliches Zimmer, in dem Sie gerne leben und lernen, ist Ordnung. Ja, es ist nervig und nicht jedermanns Sache, aber gerade kleine Räume wirken schnell chaotisch und überlaufen. Deshalb sollten Sie verstärkt auf Ordnung achten.

Ein ordentliches Zimmer sieht immer größer aus, als wenn das pure Chaos herrscht. Hilfreich für ein ruhiges Gesamtbild sind Aufbewahrungsboxen und Schubkästen, etwa unterm Bett. Dort können Sie Kleinkram verstauen oder Schuhe, Handtücher und Bettwäsche unterbringen.

Tipp 9: Kombinieren Sie verschiedene Stile

Egal, welchen Stil Sie mögen, ob vintage, modern oder eher minimalistisch, setzten Sie Ihren Stil um. Trauen Sie sich auch ruhig mehrere Stile zu mischen, wenn Ihnen danach ist. Sie müssen nicht alle Möbel aus der gleichen Serie kaufen, um den gewünschten Stil umzusetzen. Kombinieren Sie Möbelstücke verschiedener Stile und Sie werden sehen, dass diese Mischung Ihrem Zimmer einen einzigartigen Charakter gibt.

Probieren Sie sich aus und schauen Sie, wie Ihnen Ihre Studentenbude am besten gefällt. Stehen Sie eher auf weniger Schnickschnack und mögen es praktisch, ist das natürlich auch in Ordnung. Wichtig ist, dass Sie sich in Ihren eigenen vier Wänden wohlfühlen.

Tipp 10: Kleidung passend unterbringen

Jeder hat Kleidung, die einen mehr als andere. Aber, wie können Sie die in einem kleinen Zimmer am besten unterbringen?

Für einen großen Kleiderschrank fehlt oft der Platz, deshalb könnte eine Kommode die Lösung für Ihr Studentenzimmer sein. Eine Kommode wirkt im kleinen Zimmer nicht so wuchtig und oft bieten diese mehr Stauraum, als gedacht. Es muss auch nicht zwingend ein geschlossenes System sein, eine ungenutzte Nische kann mit einer Kleiderstange ausgestattet, zu einem gut genutzten Raum werden. Dort können Sie dann Ihre Kleidung aufhängen und haben alles direkt im Blick. Manchmal kann es vor einem Umzug auch hilfreich sein, den bisherigen Kleiderstand auszusortieren. Weniger ist wie in vielen Fällen mehr.

Wie Sie sehen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ein kleiner Raum passend genutzt werden kann und optisch an Größe gewinnt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für den Start ins Studentenleben!